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Makrobiotik

Trotz wissenschaftlicher und technischer Errungenschaften ist die Menschheit heute einer fortwährenden weltweiten Degeneration ausgesetzt, die sich in ständig steigender Zahl körperlicher und psychischer Krankheiten wie auch einem allgemeinen Misstrauen in den menschlichen Beziehungen widerspiegelt. Die Makrobiotik ist in den letzten Jahrzehnten als Möglichkeit bekannt geworden, diesen degenerativen Trend umzukehren, mittels einer Ernährungs- und Lebensweise, die den Menschen wieder in Harmonie mit seiner Umwelt und sich selbst bringt.

MAKROBIOTIK ist die alte Lehre vom Gleichgewicht in der Natur und wurde namentlich erstmals von Hippokrates – dem griechischen Vater der Medizin – beschrieben. Sie wurde im 20. Jahrhundert von dem japanischen Philosophen Georges Ohsawa wieder entdeckt und der Zeit angepasst neu interpretiert und von seinen Schülern – der bekannteste ist heute Michio Kushi – weiterentwickelt.

MAKROBIOTIK ist weder einer bestimmten Region, Rasse noch Religion zuzuordnen, vielmehr ist sie überregional, völkerverbindend und überkonfessionell, d. h. sie hat integrativen Charakter und ist von jedermann überall zu jeder Zeit anwendbar. Mit zunehmender Bekanntheit der Makrobiotik erscheinen auch mehr und mehr widersprüchliche Aussagen darüber in der Öffentlichkeit, so dass vielfach ein verzerrtes Bild entsteht. Auch Gerüchte über eine angebliche Gefährlichkeit der Makrobiotik – zurückzuführen auf einseitige und oberflächliche Beschäftigung damit – tauchen immer wieder auf, entbehren jedoch jeglicher Grundlage.

MAKROBIOTIK ist weder eine Methode allein zur Heilung von Krankheiten noch eine mystische orientalische Kochweise. Einige Leute denken, sie sei eine Naturreisdiät, andere meinen, sie bedeute, dass das Essen dann keinen Spaß mehr machen würde. Beide Vorstellungen sind jedoch weit vom tatsächlichen Gehalt der Makrobiotik entfernt.

MAKROBIOTIK bedeutet das Erlernen und Verstehen der Ordnung der Natur und deren praktische Anwendung im Alltag. Diese kann sich auf alle möglichen Lebensbereiche erstrecken, wie Ernährung, Heilkunde, Philosophie, Technik, Wissenschaft, Sozialleben u. a.

Möglichkeiten der Zielsetzung

Echte Eigenverantwortung - Gesundheit - die eigene Mitte finden persönliche Freiheit - mehr Flexibilität - gezielte Lebenssteuerung Weltkulturaustausch ohne „Befremden“ - universale Lebenssicht Wahrnehmung der Einheit mit der Natur.
Quelle: „Das große Leben“, Winter/Frühling 2004.